GRUSSWORTE FÜR DIE KIRCHLICHE STIFTUNG ARMUT



Dr. h.c. Frank Otfried July

Von jeher wollen Christen dem Ruf und Vorbild Jesu Christi folgen, besondere Aufmerksamkeit für Menschen in Armut zu haben. Eine der biblischen Geschichten, die uns die Augen dafür öffnet, ist die Erzählung von der Speisung der Fünftausend. Denn als Jesus fünftausend Menschen mit fünf Broten und zwei Fischen sättigte, stillte er den Hunger. Es war ein göttliches Zeichen, das Menschen in Bewegung brachte, und sie zu einer solidarisch sorgenden Gemeinschaft aller mit allen machte.
Auch wenn sie danach wieder auseinander gingen, nahmen sie doch das Erlebnis dieser Gemeinschaft mit. Es ist das Erlebnis, dass keiner den andern sich selbst überlässt, und dass Gott das Teilen segnet. Das ist Vorschein von Gottes Reich auf Erden, nach dem sich im Grunde des Herzens jede und jeder sehnt.
Die Stiftung gegen Armut will ein Zeichen und ein Beitrag dazu sein, Menschen in Armut noch mehr als bisher zur Seite zu stehen. Zudem sehe ich in der Stiftung aufgrund ihrer Nachhaltigkeit die Möglichkeit, grundsätzlich und dauerhaft die Situationen von Menschen in Not zu wenden.
So ist die Stiftung im wahrsten Sinne des Wortes not-wendig. Ich wünsche der Stiftung viele Stifterinnen und Stifter und Gottes Segen.
Dr. h.c. Frank Otfried July, Landesbischof

Oberkirchenrat Dieter Kaufmann

Die Zahl der armen Menschen in unseren Land nimmt immer mehr zu. Vor allem Kinder sind davon betroffen und leiden darunter. Arm sein in einem reichen Land bedeutet oft, an der Gesellschaft nicht teilhaben zu können. Deshalb sind sie dringend auf unsere Hilfe angewiesen, damit sie sich wieder als Teil der Gemeinschaft erleben können. Oft ist schnelle und unbürokratische Hilfe notwendig, damit Menschen wieder Hoffnung schöpfen können und Mut bekommen für einen Neuanfang.
“Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden”, heißt es im Römerbrief zum Leben in der Gemeinde. Arme Menschen sind Teil unserer Gemeinden.
Ihre Unterstützung für die Stiftung Armut zeigt, dass Sie diese Menschen wahrnehmen, dass Sie sich mit ihrem Schicksal beschäftigen, dass Sie mit Ihnen weinen und dass Sie bereit sind zum Teilen. Es ist ein Zeichen der Solidarität. Ich danke Ihnen dafür.
Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg

S.D. Kraft Fürst zu Hohenlohe

Trotz der riesigen Leistungen, die unser Staat im Sozialbereich aufbringt, befinden sich in unserer Wohlstandsgesellschaft Menschen in Armut.
Diese Armut zu lindern hat sich die Kirchliche Stiftung Armut zum Ziel gesetzt und verdient unsere volle Unterstützung. Wir alle sind aufgerufen dafür zu sorgen, dass niemand in unserem schönen Hohenlohekreis Not leiden muss.
S.D. Kraft Fürst zu Hohenlohe-Öhringen

Roman Herzog

Armut ist die dunkle Kehrseite einer an sich immer noch wohlhabenden Gesellschaft. Armut bedeutet soziale Ausgrenzung oft über Generationen hinweg und ist ein Makel unserer demokratischen Kultur, in der die soziale Bindung des Eigentums einen Teil unseres Selbstverständnisses darstellt: Teilhabe und Förderung des Benachteiligten sollten uns wichtig bleiben.
Ich begrüße daher die Initiative der “Kirchliche Stiftung Armut” im Evangelischen Kreisdiakonieverband des Hohenlohekreises. Stiftungen sind solide Anlagen, weil sie das eingelegte Kapital dauerhaft sichern und die Verwendung der Überschüsse klaren Kriterien unterliegen. Hier kann “Hilfe zur Selbsthilfe” ebenso geleistet werden wie unmittelbare Unterstützung in akuten Notfällen.
Ich freue mich über diese Möglichkeit zu bürgerschaftlichem Engagement und wünsche der Stiftung einen guten Erfolg für die Zukunft.
Prof. Roman Herzog, Bundespräsident a.D.

Ursula Berner

Das einzige, was die Armut beseitigen kann, ist miteinander zu teilen”. Mutter Teresa
Obwohl wir gerade in Deutschland sehr gut leben und es uns vermeintlich an nichts fehlt, sprechen die Statistiken noch eine andere Sprache: die Armut nimmt weiter zu und trifft vor allem kinderreiche Familien und junge Menschen. Rund elf Millionen Bürger sind inzwischen davon betroffen. Eine Zahl, die zu denken gibt; ein Zustand, dem es entgegen zu wirken gilt.
Mit der “Kirchlichen Stiftung Armut” greift der Diakonieverband Hohenlohekreis dieses Thema auf, um Hilfe in besonderen Notsituationen zu geben. Ein Engagement, das ich persönlich und auch im Namen der Albert-Berner-Stiftung überaus begrüße.
Es gibt viele Menschen, die Unterstützung in kleinerem oder größerem Umfang brauchen, die sich in einer schwierigen Lebenssituation befinden. Sie benötigen eine Anlaufstelle für ihre finanziellen oder persönlichen Probleme – an die sie sich gerne wenden und zu der sie Vertrauen haben. Eine solche Anlaufstelle wird die neu gegründete Stiftung sein. Unsere Unterstützung haben Sie.
Ursula Berner, Vorstandsvorsitzende der Albert-Berner-Stiftung

Stefan Neumann

Armut schändet nicht, aber dass es sie gibt ist eine Schande” (Ehrhard Blanck)
In Deutschland gibt es zunehmend mehr Armut, besonders die Kinderarmut ist nicht nur in der 3. Welt ein Problem. Wir sollten unsere Stimme dagegen erheben und überall ihr entgegentreten. Aber nicht nur die materielle Armut habe ich hier im Blick, auch die Armut an mitmenschlichen Beziehungen und Zuwendungen macht mir Sorge. Beides, materielle Armut und Gefühlsarmut kann auf unterschiedliche Weise mit Hilfe der Kirchlichen Stiftung Armut gemildert werden.
Stefan Neumann, Bürgermeister in Künzelsau

Thilo Michler

Kirchliche Stiftung Armut” – eine sehr gute Sache.
Täglich geraten Menschen in akute Notsituationen. Damit diesen Menschen geholfen wird, engagieren sich Ehrenamtliche in Öhringen unter anderem im Tafelladen, in der Kleiderstube und an der Spitalkirche zur Einkehr. Allen, die sich engagieren, danke ich sehr herzlich.
Wichtig ist über die Stadtgrenzen hinauszuschauen und Kompetenzen zu bündeln. Die “Kirchliche Stiftung Armut” ist da genau das richtige. Ich wünsche viel Erfolg und hoffe, dass vielen Menschen geholfen werden kann.
Thilo Michler, Oberbürgermeister in Öhringen

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